Ich heiße Marina Margareto Torrededia, bin 23 Jahre alt und komme aus Barcelona, Spanien.
Von Juni bis Januar verbrachte ich eine wundervolle Zeit in Sant'Agata di Militello, wo ich mich ehrenamtlich bei Caritas Patti engagierte. Es waren intensive sieben Monate, die mir sehr viel gegeben haben.
Ich wollte diese Erfahrung machen, weil sie die Möglichkeit bietet, einen Beitrag zu leisten und den Menschen vor Ort zu helfen. Außerdem wollte ich meine Italienischkenntnisse weiterentwickeln, da ich bisher nur über Grundkenntnisse verfügte. Und was gäbe es Besseres, als an einem Ort zu leben, wo Italienisch allgegenwärtig ist?
Ich wusste auch, dass ich neue Erfahrungen mit anderen teilen und neue Erinnerungen schaffen konnte. Außerdem wünschte ich mir eine Erfahrung, die mir mehr Selbstvertrauen geben würde, damit ich mich selbst besser kennenlernen könnte, sowohl persönlich als auch beruflich.
Während meiner Freiwilligenarbeit konnte ich so vieles erleben. Im Sommer begann ich beim Grest-Programm, wo ich viele Freiwillige aus aller Welt und auch Kinder aus der Region kennenlernte. Wir organisierten Aktivitäten für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren und leiteten die Vormittage des Sommercamps. Die Hitze, die Kinder und die Gruppendynamik waren Herausforderungen, die mich persönlich weiterbrachten und die ich mit der Unterstützung der Caritas-Mitarbeiter nach und nach meisterte.

Nach dem Sommercamp übernahm ich weitere Aufgaben, unter anderem die Verwaltung des Kleiderlagers. Zu meinen Aufgaben gehörten das Sortieren von Kisten nach Alter und Geschlecht, das Katalogisieren neuer Spenden und der Transport zu den Ausgabestellen für bedürftige Familien. Außerdem half ich im Lebensmittellager mit, indem ich Pakete vorbereitete und lebensnotwendige Güter transportierte.

Wir haben auch verschiedene Veranstaltungen organisiert: Wir haben Räumlichkeiten wie das Jugendzentrum eingerichtet, einen Weihnachtsmarkt und eine Schulmaterialsammlung organisiert, neben vielen anderen Aktivitäten.

Ein weiterer wichtiger Teil meiner Reise war meine Mitarbeit bei Sartoria Sociale, die mit meinem persönlichen Projekt verbunden war. Hauptziel war es, ältere Frauen und junge Menschen aus der Gemeinde zusammenzubringen. Wir schufen einen Raum, um Wissen über Häkeln und Nähen auszutauschen, und ich brachte jungen Freiwilligen verschiedene Techniken bei. Gemeinsam fertigten wir Artikel an, um Spenden für bedürftige Familien vor Ort zu sammeln.

Einer der schönsten Momente war für mich, wenn ich mit Freunden zusammen war. Meistens haben wir an den Wochenenden etwas unternommen, zum Beispiel einfach Eis essen gegangen oder in den Bergen wandern sein. Ich konnte viele Erlebnisse mit ihnen teilen und bin sehr glücklich darüber. 🙂

Was die Arbeit angeht, war es wunderbar zu sehen, wenn man lange an etwas gearbeitet hat und endlich das Ergebnis sieht. Zum Beispiel, als ich einige Häkelarbeiten fertiggestellt hatte und wir im Dezember den Stand für den Weihnachtsmarkt vorbereiteten, um sie endlich ausstellen zu können. Auch das Camp in Grest war eine tolle Erfahrung, weil ich besondere Momente mit den Freiwilligen, die von außerhalb kamen, teilen konnte und mit einigen von ihnen immer noch in Kontakt stehe.
Ich möchte alle jungen Menschen unbedingt dazu ermutigen, diese Chance zu nutzen. Freiwilligenarbeit ist eine Erfahrung, die es einem nicht nur ermöglicht, zum Wachstum einer Region beizutragen, sondern auch neue Freundschaften zu knüpfen, unvergessliche Erinnerungen zu sammeln und einen anderen Ort und eine andere Kultur kennenzulernen.
Ich finde es wunderbar zu wissen, dass meine bisherige und aktuelle Arbeit auch in Zukunft von Nutzen sein wird. Sie gehört zwar der Gegenwart, steht der Organisation aber weiterhin zur Verfügung, sodass neue Freiwillige auf meinen Leistungen aufbauen können.