Ein neuer Aktionsplan gegen Cybermobbing zum Schutz von Kindern und Jugendlichen wurde von der Europäischen Kommission anlässlich der Safer Internet Day am 10. Februar 2026Ein Dokument, das entwickelt wurde, um Cybermobbing zu bekämpfen und schon in jungen Jahren einen sichereren und verantwortungsvolleren Umgang mit digitalen Medien zu fördern. Die Ergebnisse zeigen ein weit verbreitetes Phänomen in sozialen Medien, Messenger-Apps, Spieleplattformen und anderen Online-Umgebungen: Etwa jeder sechste Schüler zwischen 11 und 15 Jahren gibt an, Opfer geworden zu sein – mit schwerwiegenden Folgen für die psychische Gesundheit junger Menschen.
Im Mittelpunkt des Projekts steht die Entwicklung einer europaweiten Anwendung, die die sichere Meldung, Sammlung und Übermittlung von Beweismitteln an Opfer von Cybermobbing und deren Familien ermöglicht und Zugang zu einer nationalen Hotline sowie personalisierten Unterstützungsangeboten bietet.
Ein gemeinsames, benutzerfreundliches Modell, das die Mitgliedstaaten zur Vernetzung und Interaktion nutzen können, um die zuständigen nationalen Dienste zum Eingreifen zu bewegen. Ziel ist eine stärkere Koordinierung der Mitgliedstaaten, um sie zur Entwicklung einheitlicher nationaler Pläne zur Bekämpfung von Cybermobbing durch gemeinsame Definitionen und Reaktionsstrategien zu ermutigen.
Im Bereich der Prävention, einer weiteren Säule des Projekts, wird die Kommission verschiedene Instrumente auf EU-Ebene entwickeln, darunter Sensibilisierungskurse, die unter Mitwirkung von Schülern, Eltern, Pädagogen, Experten für psychische Gesundheit und Organisationen wie Safer Internet Centres konzipiert wurden.
Der Plan stärkt bestehende Maßnahmen wie die Strategie „Besseres Internet für Kinder“ (BIK+), die Richtlinien des Digital Services Act und die Aktivitäten der Safer Internet Centres. Ziel ist es, den Schutz von Minderjährigen im Internet durch die Einbindung des Privatsektors, der Zivilgesellschaft, internationaler Organisationen und junger Menschen selbst zu verbessern. Dadurch sollen digitale Räume sicherer gestaltet und das Wohlbefinden von Mädchen und Jungen im Internet gefördert werden.
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