La Europäische Kommission hat einen Aufruf zur Einreichung von Vorschlägen für die erste Ausgabe der Simone-Schleier-Preis, ein neuer jährlicher europäischer Preis zur Würdigung des jüdischen Kulturerbes, gefördert durch das EU-Programm „Kreatives Europa“. Die Initiative ist inspiriert von Simone Veil, einer Holocaust-Überlebenden, der ersten Präsidentin des Europäischen Parlaments und langjährigen Menschenrechtsaktivistin. Im Zentrum steht die Idee, Erinnerung für alle Menschen – unabhängig von Alter, Herkunft oder Glauben – zugänglich und bedeutungsvoll zu machen, indem das kulturelle Erbe als lebendige Ressource für Bildung, Versöhnung und demokratische Teilhabe genutzt wird.
Mit dem Preis werden Projekte und Initiativen – von lokalen Gemeinschaften bis hin zu grenzüberschreitenden Kooperationen – ausgezeichnet, die das kulturelle Erbe nutzen, um Dialog und Inklusion zu fördern, das Wissen und Verständnis der europäischen Geschichte zu vertiefen, das Bewusstsein für kulturelle Vielfalt zu stärken und ein gemeinsames europäisches Kulturverständnis zu festigen. Bis zu 25 Finalisten werden ausgewählt, von denen fünf den Grand Prix erhalten – einer pro Preiskategorie. Die fünf Gewinner erhalten jeweils 10 €.
Mit dem Preis sollen bürgerschaftliches Engagement und sozialer Zusammenhalt gefördert und gleichzeitig der grundlegende Beitrag des jüdischen Kulturerbes zur europäischen Identität hervorgehoben werden. Teilnahmeberechtigt sind Organisationen und Bürgerinnen und Bürger aus Ländern, die am Kulturbereich des Programms „Kreatives Europa“ teilnehmen.
Die Frist für die Einreichung von Bewerbungen endet 31 Juli 2026. Weitere Details finden Sie hier.